URSULA SCHULZ-DORNBURG
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Tongkonan, Alang und das Haus ohne Rauch
Häuser für Lebende und Tote
Tana Toraja, Sulawesi, Indonesien
Fotografien von Ursula Schulz-Dornburg


Aedes am Pfefferberg
Christinenstr. 18/19, 10625 Berlin
Deutschland

25.10. - 27.11.2008

Tel.: 030-2827015
Di.-Fr.: 11-18:30
Sa., So.: 13-17


© Ursula Schulz-Dornburg

PRESSEINFORMATION


Ursula Schulz-Dornburgs Fotografien von Wohnhäusern, Reisspeichern und Totenhäusern der Torajas in den Bergen von Sulawesi, Indonesien erwecken Sehnsüchte, ohne dass man sie in Worte fassen kann. Vielleicht gehört dazu auch das von ihr immer wieder thematisierte Urbedürfnis des Menschen nach einer Behausung, nach einem Zuhause. Unbeeinflusst von der kolonialen Entwicklung des Landes sind diese Architekturen über ihre Schutzfunktion hinaus durch einen, das gesamte Universum einschließenden Symbolismus geprägt.

Auch wenn der Blick der Fotografin die Gebäude nicht zum Monument stilisiert und immer im Kontext von dörflicher Struktur und Landschaft erfasst, so gelingt es Ursula Schulz-Dornburg doch, nicht nur die Schönheit dieser so genannten anonymen Architekturen zu erfassen, sondern auch deren selbst bewusste Kraft und unverwechselbare kulturelle Aussage.

"Wohnhäuser, Reisspeicher, Totenhäuser stehen da wie gelandete Raumschiffe. Gestrandet in der wuchernden Vegetation, doch jeden Augenblick zum Abheben bereit, bedient und belebt von den Menschen, die keine Eile haben, weil sie die großen und die kleinen Dinge in ihrem Zusammenhang sehen." (Peter Kammerer)

In allen Arbeiten der Künstlerin wird nicht nur deutlich, dass diese Behausungen für Lebende und Tote nur in und durch eine Gemeinschaft entstehen können, sondern auch welchen Gefahren der Mensch in seinen Lebensräumen ausgesetzt ist und immer sein wird, oft gerade in dem Maße, in dem Kulturen durch politischen und wirtschaftlichen Druck ihre eigene Identität zu verlieren drohen.

Die stillen in schwarz-weiß gehaltenen Bilder der Fotografin entziehen sich dem schnellen Blick. Sich in sie zu vertiefen bedeutet das Zulassen von neuen Begegnungen und Erfahrungen - mit Wohn-und Kultstätten, mit der Natur, mit Schönheit, Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit.

Ursula Schulz-Dornburg wurde durch zahlreiche Publikationen und Ausstellungen in Europa (z.B.Museum Ludwig, Köln) und in den USA (z.B. Art Institute Chicago) bekannt und erlangte internationale Anerkennung. Die Künstlerin lebt in Düsseldorf.

Eine Ausstellung im Rahmen des Europäischen Monats der Fotografie, Berlin. Mehr Infos unter www.mdf-berlin.de.

Weitere Informationen und Bildmaterial zur Ausstellung erhalten Sie von Beate Engelhorn: be@aedes-arc.de.

Zur Eröffnung sprechen:
Kristin Feireiss, Aedes Berlin
Prof. Dr. Ing. Günther Uhlig, Karlsruhe

© Ursula Schulz-Dornburg